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Zweite Herren | 10. Dezember 2019

Siegesserie der Amateure hält an

Nach nunmehr drei Siegen in Folge erwartete uns mit der Auswärtsfahrt nach Hessisch-Oldendorf eine gewohnt unangenehme Aufgabe.
Das Trainerfuchsgespann Beyer-Boldt bewies zum Start ein glückliches Händchen und ließ mit einer 4:2-Abwehrformation beginnen. Damit überraschte man den Gegner so sehr, dass dieser es für eine 3:3-Deckung hielt. Überraschter waren wahrscheinlich nur teilweise wir selber ob der Tatsache, dass diese Deckungsvariante so gut funktionierte. Dank einer brillanten Defensive mit vielen Ballgewinnen konnten wir uns in den ersten 20 Minuten auf 9:3 absetzen. Zum Vergleich: in den ersten 20 Minuten mussten unsere Keeper im bisherigen Saisonverlauf regelmäßig bereits über zehnmal hinter sich greifen. In der Folge leistete man sich jedoch einige Fehler, ließ den allerletzten Biss vermissen und so schmolz die Führung bis zum Pausentee wieder auf drei Tore.


Nach der Halbzeit erhob sich HO wie ein Phönix aus der Asche und schaltete beim Stande von 11:15 ein bis zwei Gänge hoch um mit einem 5-Torelauf erstmals in Führung zu gehen. In dieser dezent zerfahrenen Phase verloren wir neben der Führung durch rote Karten auch gleich zwei Rückraumspieler und konnten nur dank der spontanen Nachnominierungen ohne größere Experimente den Rückraum bestücken. Weitere Zeitstrafen zwangen uns zwischenzeitlich mit der sogenannten 3:0-Deckung auf einen weiteren Exoten unter den Abwehrformationen zurückzugreifen.


Es folgte ein offener Schlagabtausch, in dem wir zeigen konnten, dass es im Handball keinen Schönheitspreis zu gewinnen gibt und konnten jeden Rückstand schnell ausgleichen. Allgemeine Uneinigkeit herrscht jedoch weiterhin über die Frage, ob der im Torjubel gen vinnhorster Bank gerichtete Ausruf des Wortes "Lutscher" auf die Anwesenheit von Torsten Frings auf der Auswärtsbank zurückzuführen ist oder ob einer der Trainer heimlich einen chupa chups verköstigte.


Unbeeindruckt waren wir es, die in den letzten fünf Minuten mehrfach und auch als letzte Mannschaft in dieser Begegnung in Führung gingen. Als die Schiedsrichter zehn Sekunden vor Schluss nach einem Foul im laufenden Spiel im Halbfeld vor der vinnhorster Auswechselzone auf Siebenmeter entschieden, begann nochmal das große Zittern. Doch Taler kam, ließ schnuppern und hielt. Mit dieser geschlossenen Team-Leistung konnten wir erneut zeigen, dass die Mannschaft der Star ist.


Nun heißt es bei den verbleibenden Top-Events – dem Heimspiel am Sonntag um 15h gegen die Reserve aus Lehrte und der Weihnachtsfeier – nochmal die PS auf die Straße zu bringen und ohne Verluste das laufende Jahr zu beenden. Man verbleibt mit einem freundlichen „Kopf hoch, bis Mittwoch“.