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Erste Herren | 03. Februar 2020

Unentschieden im Verfolgerduell

Am Ende des Spiels waren sich beide Trainer einig, beide waren stolz auf die Leistung ihrer Teams und sagten unisono, das Spiel hätte wohl auch nach 90 oder 120 Minuten keinen Gewinner gefunden. Das Spitzenspiel der dritten Liga Nord-Ost zwischen dem TuS Vinnhorst und dem HC Empor Rostock endete, wie schon das Hinspiel in Rostock, 28:28 (12:12) unentschieden. Zwar bedeutet die Punkteteilung in der Tabelle vor allem einen weiteren Zähler Vorsprung für Spitzenreiter Dessau/Rosslau, dennoch zeigten sich beide Trainer überaus zufrieden mit dem Spiel.

In der ersten Hälfte waren es die Gäste, die während der gesamten zeit ein wenig die Nase vorn hatten, sich aber nicht weiter absetzen konnten. TuS-Spielmacher Florian Freitag erhielt bereits in der elften Spielminute seine zweite Zweiminutenstrafe und musste daher in der Abwehr geschont werden. Kai Lemke vertrat ihn hervorragend im Zentrum und organisierte eine stabile Defensive. Bis zur 26. Minute betrug der Vorsprung der Vorjahresmeister aus Rostock maximal zwei Tore. Dann erzielten sie das 12:9 und zusätzlich erhielt der TuS eine weitere Zeitstrafe. Jetzt zeigten die Rot-Blauen richtig Herz. Noch vor der Pause erzielten der an diesem Tag überragende Matheus Costa Dias und David Sauß, der aus dem Rückraum ebenfalls eine richtig gute Partie machte, drei Tore in Folge zum 12:12.

Durchgang zwei verlief genau spiegelverkehrt. Nun war es der TuS der immer wieder vorlegte, während die Gäste sich nicht abschütteln ließen. Florian Freitag und Hendrik Pollex brachten viel Ruhe in den Vinnhorster Angriff und sorgten immer wieder für gute Wurfmöglichkeiten. In der 45. Minute ging der TuS beim 21:18 erstmals mit drei Toren in Führung, aber Rostock blieb dran. Insgesamt kann man auch von einer zweiten Halbzeit der verpassten Chancen sprechen. Allein Patrick Anders hielt hier Siebenmeter der Gäste und als Milan Mazic in der 59. Minute seinen Strafwurf an die Latte hämmerte, ging Rostock im Gegenzug erstmals wieder in Führung. Aber dreißig Sekunden vor Ende war es, natürlich möchte man sagen, Matheus Costa Dias, der mit seinem elften Tor des Nachmittags den Ausgleich und 28:28 Endstand erzielte.

Das gleiche Ergebnis wie im Hinspiel. Zweimal Unentschieden gegen den Vorjahresmeister, für einen Aufsteiger kann sich das durchaus sehen lassen. Der Fokus geht für das Team nun auf das schwere Auswärtsspiel in der kommenden Woche gegen Potsdam, ehe es in der Folgewoche dann zum Topspiel gegen Den Tabellenersten aus Dessau kommt. Für das Spiel wechselt der TuS erstmals in die Swiss-Life-Hall, die ehemalige Stadionsporthalle. Ein tolles Event für das Handballbegeisterte Publikum in Hannover. Die Mannschaft hofft dabei auf möglichst viele Zuschauer und ein tolles Spiel.