© TuS Vinnhorst Handball

Erste Herren | 08. November 2019

Punkteteilung in letzter Sekunde

Wieder einmal konnten die Emotionen nach dem Schlusspfiff nicht unterschiedlicher sein. Während die Gäste ausgelassen auf dem Feld feiern, gehen bei den Rot-Blauen fassungslos die Köpfe runter. Im Mittellandkanal-Derby gegen den HSV Hannover sah der TuS, bis kurz vor Schluss wie der am Ende verdiente Sieger aus, doch dreieinhalb unkonzentrierte Minuten reichen um einen sicher geglaubten Erfolg noch zu verspielen. Das Spiel endet 26:26 (10:8).

Beide Mannschaften gingen topmotiviert in das Derby. Das machte sich vor allem in den Abwehrreihen bemerkbar. Zumal man den jeweils anderen und sein Spiel auch gut kannte, dominierten die Defensiven das Spiel. Der TuS musste dabei schon früh auf Shooter Tim Otto verzichten. In der 23. Minute sah er nach einem Foul beim Tempogegenstoß die rote Karte. Eine harte, aber vertretbare Entscheidung. Ohne Otto war es vor allem Milan Mazic, der gegen seinen Ex-Verein auftrumpfte. Der Kreisläufer kam am Ende auf 8 Tore, verwarf aber auch drei Siebenmeter. Kein Team konnte sich absetzen und so ging es beim Spielstand 10:8 in die Kabinen.

In Halbzeit zwei verbesserte sich vor allem das Angriffsspiel. Nun fand der TuS Lösungen gegen die defensiven Kniffe der Gäste und vor allem Hendrik Pollex konnte sich mit sechs Toren auszeichnen. Selbst der Starke Keeper Colin Räbiger trug sich mit einem Wurf in den leeren Gästekasten zum 19:14 in die Torschützenliste ein. David Sauß ebenfalls früher an der Schleuse aktiv, erhöhte dann sogar auf 20:14. Diesen Vorsprung hielten die Rot-Blauen bis kurz vor Ende. Wieder war es Sauß, der in der 56. Minute zum 26:21 traf, die vermeintliche Entscheidung. Doch nun überschlugen sich die Ereignisse. Der HSV öffnete seine Deckung und kam dreieinhalb Minuten vor der Schlusssirene zum 26:22. Drei freie Fehlwürfe des TuS später erzielte Tobias Mertens von Rechtsaußen das 26:25. Da waren noch 39 Sekunden zu spielen. Das sollte man doch über die Zeit bringen können. Doch Vinnhorst verlor tatsächlich die Nerven. Der Ball ging noch einmal verloren und HSV-Kapitän Hendrik Benckendorff erzielte zwei Sekunden vor Schluss den viel umjubelten Ausgleich, 26:26.

Mit diesem späten Punktverlust rutscht der TuS erstmal auf den vierten Platz der Tabelle hinter Eintracht Hildesheim. In der kommenden Woche gastiert man dann bei Tabellennachbar TSV Altenholz und hat die Möglichkeit auswärts wieder zurück in die Erfolgsspur zu finden. Die Mannschaft freut sich dabei wieder auf lautstarke Unterstützung von mitreisenden Schlachtenbummlern.