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Erste Herren | 08. Januar 2021

Neustart 2021

Sie zieht den Reißverschluss ihres Schutzanzuges ganz nach oben und geht auf Nummer sicher, dass er dicht ist. Die Atemschutzmaske lässt die Schutzbrille beschlagen. Mit sicherer Hand nimmt sie zwei Röhrchen hoch und begutachtet die Flüssigkeit im inneren. Die Vorbereitungen sind getroffen, der erste Proband betritt den weiß gekachelten Raum…

Nein, das sind nicht die ersten Zeilen eines neuen Katastrophenromans, sondern die Bilder beim Trainingsstart des TuS im Jahr 2021. Nach 15 Minuten Wartezeit dürfen alle Spieler am Training teilnehmen, keine positiven Tests. Über die Feiertage haben alle einen individuellen Trainingsplan erhalten und die Spieler taten gut daran ihn einzuhalten, denn Trainer Davor Dominikovic hat viel mit ihnen vor. Zu den täglichen Trainingseinheiten kommen in der ersten Phase der Vorbereitung zusätzliche Laufeinheiten am Wochenende.

Nur Rückraumspieler Maurice Dräger muss sich dabei noch etwas gedulden. Er hat sich bei einem Lehrgang der Beachhandball Nationalmannschaft an der Wade verletzt. Aber bei seiner Reha soll nichts überstürzt werden, zumal ein Termin für einen Restart der Saison noch nicht feststeht. Erst in der nächsten Woche soll es dazu eine Videokonferenz mit dem DHB geben. Das Wahrscheinlichste Szenario ist dabei wohl ein Start Anfang März und die Beendigung der Hinrunde bis zum Saisonende ohne Rückspiele.

In der Mannschaft spürt man die Freude, dass es endlich wieder losgeht. Alle sind heiß darauf sich wieder zu bewegen und vor allem wieder zusammenzukommen. Coach Davor, der in der Pause in seiner Heimat Kroatien das schwere Erdbeben am eigenen Leib gespürt hat, lobt vor allem die Einstellung seiner Jungs vor der Pause. Sie hätten trainiert, als ob es jede Woche ein Spiel gäbe. Jetzt motiviert er seine Truppe mit der Aussicht auf eine baldige Wiederaufnahme des Spielbetriebs.

Co-Trainer Beyer-Pohl stellt zusätzlich den baldigen Umzug in die neue Sporthalle in Aussicht. In etwa zwei Wochen soll es soweit sein und alle bekommen leuchtende Augen bei dem Gedanken in das neue Schmuckkästchen neben der alten Halle umzuziehen. Es fehle nur noch die offizielle Bauabnahme der Stadt, dann ist das Sportzentrum Vinnhorst bezugsfertig.

Damit beginnt auch für den gesamten Verein ein neues Kapitel. Schließlich wird es in Zukunft auch wieder eine Vereinseigene Jugendabteilung im Handball geben. „Wir arbeiten mit Feuereifer daran, die neue Abteilung aufzubauen. Die wichtigsten Personalentscheidungen stehen kurz vor dem Abschluss. Außerdem haben wir ein Konzept geschrieben und gehen nun auf die Suche nach Unterstützern,“ sagt Beyer-Pohl, der gleichzeitig auch Spartenleiter Handball ist. „Wir wollen da schon etwas aufbauen!“