© TuS Vinnhorst Handball

Erste Herren | 08. März 2020

Erhoffter Befreiungsschlag bleibt aus

Da musste man sich dann doch mal die Augen reiben, wenn man zur Halbzeit des Spiels gegen die HG Hamburg Barmbek auf die Anzeigetafel blickte. Ja wirklich, da stand 6:9. Was zuvor geschehen war, hatten die Fans des TuS so auch lange nicht mehr gesehen. Dass es am Ende trotz einer großen Leistungssteigerung dann nicht doch noch zu einem Sieg gereicht hat, war auch etwas unglücklich. Dennoch ist das 19:19 im Kampf um Platz drei nicht der gewünschte Fingerzeit nach oben.

Beide Mannschaften starteten nervös in die Partie. Viele Technische Fehler oder vergebene Chancen waren die Folge. Zudem avancierte zunächst Hamburgs Torhüter zu einem großen Faktor. Er vereitelt gleich zu Beginn zahlreiche gute Wurfmöglichkeiten, brachte seine Farben so ins Spiel und verunsicherte zudem die vinnhorster Schützen. Aber auch Colin Räbiger auf Seiten des TuS zeigte einige Paraden und ließ den Vorsprung nicht größer werden als drei Tore bis zur Pause. Beide Teams verwarfen unter anderem jeweils zwei Siebenmeter ehe es beim 6:9 in die Kabinen ging.

Durchgang zwei startete temporeicher. Schon in der 37.Minute erzielte Florian Freitag den 11:11 Ausgleich, David Sauß besorgte in der 41. Die erste Führung der Hausherren zum 13:12. Das Angriffsspiel war nun deutlich druckvoller und die Abschlüsse konzentrierter als zuvor. Die Gäste kämpften tapfer, fielen aber weiter zurück. Als Tim Otto in der 55. Minute zum 18:15 traf, sahen die Rot-Blauen schon wie der Sieger aus, aber ein paar technische Fehler erlaubten den Gästen durch einen drei-Tore-Lauf nochmal zurück in Spiel zu kommen. 30 Sekunden hatte der TuS dann noch im letzten Angriff beim Spielstand von 19:19, aber Hamburgs Deckung hielt. Einen Aufreger gab es dennoch, denn Milan Mazic hämmerte mit der Schlusssirene einen direkten Freiwurf ins Netz der Gäste, doch der zählte nicht und der Freiwurf würde wiederholt. Auf Nachfrage beim Unparteiischischen hatte die Abwehr den korrekten Abstand nicht eingehalten. Warum es dann aber nur eine Wiederholung gab, wollte er nicht so recht begründen. 

Am Ende steht ein Unentschieden, mit dem beide Seiten leben können. Der TuS, weil er damit den dritten Platz vor der Eintracht aus Hildesheim verteidigen kann. Die Gäste, weil sie mit diesem Punkt in ihrer Situation nicht unbedingt rechnen konnten. In der kommenden Woche steht für Vinnhorst das Derby beim HSV Hannover an. Das ist die nächste Möglichkeit, zu alter Stärke zurückzufinden.